Easter Brunch

Am Ostersonntag morgen war ich bei einem sehr Christlichen Easter Brunch. Ich wurde von meiner Arbeitskollegin eingeladen und zu gratis Food, sag ich natuerlich nicht nein. Zu beginn bekamen alle gleich mal schoene Nameskaertchen was natuerlich perfekt fuer mich war, weil ich niemanden von der Gruppe kannte. Die Versammlung bestand fast nur aus Asiaten, wovon fast alle in L.A. geboren wurden und unter den wenigen Weissen, war auch ein Maedel, das in Thailand aufgewachsen ist und erst vor einigen Jahren nach L.A. gezogen ist. Kommt irgenwdwie lustig wenn sie mit ihren Asiatischen Freunden essen geht und das essen ordert.
Was noch interessant ist, wenn man dich fragt wo du herkommst will man in den USA normalerweise wissen wo du wohnst also aus welchem Land, im Gegensatz dazu will man in Europa wissen woher deine Vorfahren stammen.
In den USA unterscheidet man auch weniger nach Nationalitaet, sondern es gibt nur Weiss, kein Austria, Poland, Germany, etc.

Nach dem leckeren Essen gabs dann noch ein Spiel: Musikvideo machen, wir teilten uns in Grueppchen auf und jede bekam einen Song zugeteilt und ab gings, nach nur 10 min. hatte keiner wirklich eine Choreographie also improvisierten fast alle. Der Song meiner Gruppe war Beyonce – Irreplaceable und so schmiss jeder sein Jaeckchen in die Box und gab sie nach links, ich war der letzte in der Reihe und hatte gerade nur ein T-Shirt an, somit stand ich im naechsten Moment oben ohne da. Fuer den Sieg reichte der Striptease dann doch nicht, gegen zwei Schwangere kommt mein Traumkoerper einfach nicht an :P .

Danach wurde es dann recht weird, weil die Gesellschaft eigentlich eine Bibelgruppe war und nun der Religioese Teil anstand. Das ganze war dann auch ziemlich intense, da die Leute ueber ihre Beziehung mit Gott einen Vortrag hielten und laut ihrer Darstellung, alles was in ihrem Leben passiert Gottes Werk ist und kam dann Teilweise einer Sekte gleich. Beispielsweise ein Maedchen wollte studieren gehen, hatte kein Geld, erbte was von nem entfernten Verwandten und bekam ein Stipendium. Der andere ueberfuhr jemanden wegen Raserei und kann aufgrund seines Glaubens jetzt wieder ruhig schlafen und hat wieder Spass am Leben. Das eine paerchen hatte leider eine Fehlgeburt und nachdem sie zum Glauben fanden, erwarten sie nun ihr erstes Kind im September.
Also ziemlich traurige Geschichten die nun ein Happy End haben. Fuer mich als Atheist teils nicht wirklich nachvollziehbar, aber gut, solange die Leute gluecklich sind, passts.

Danach gings noch Nachtisch fassen, boba und shaved ice. Boba ist Tee mit runden Baellchen drin, so eine Art Gummibaerchen, nur nicht so suess und ziemlich chewy, man trinkt es mit einem dicken Strohhalm und muss aufpassen, dass man die Baellchen nicht gleich mitschluckt, sondern zuerst kaut. Wahlweise kann man damit auch rumspielen und die Baellchen in Weitspuckwettbewerbsmanier durch das Roehrchen rausschiessen.
Shaved Ice ist was der Name schon sagt und so aehnlich wie Schnee, unten drunter liegen Fruechte und das ganze liegt in einer suessen Milchsouce oder sowas.


One Response to “Easter Brunch”

  • Tobias Says:

    Hmmm wuerd ich mal gar nich so sagen, das mit den Hautfarben etc.

    In den USA, wenn man fragt “Where are you from?”, dann beginnen dir die Leute ihre Stammbaeume aufzulisten, und es ist ganz normal, dass ein Asiate in den Staaten geboren wurde.

    In Oesterreich nimmt man allerdings an, dass alle Asiaten entweder Chinesen oder Japaner sind, und da das sowieso dasselbe ist, sind einfach alle chinesisch – wenn dir dann einer sagt, er kaeme aus den USA, klingt das ganz komisch in Oesterreich, wo man ueblicherweise am Aussehen die Nationalitaet zu erkennen vermag.

    Also, ich erlebe es umgekehrt von dem wie du schreibst – in Oesterreich nimmt man an, dass die Person aus dem jeweiligen Hautfarben-Kontinent stammt, in den USA kommen die Leute von schraeg irgendwoher und erzaehlen dir ihre Ahnengeschichte.

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